HD-System: Freiraum schaffen

Whitepaper “9 Thesen zur nächsten Kirche” Jetzt kostenlos downloaden

Was wollen wir künftig lassen?

Die nächste Kirche

Die Kirchen bemühen sich seit Jahrzehnten darum, den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Zukunftsfragen werden immer drängender, die Fragestellungen grundlegender und die Spielräume für nachhaltige Veränderungen kleiner. In dieser Situation stehen kirchliche Führungskräfte und -instanzen vor der Frage, wie sie in dieser Situation professionell handeln und die Herausforderung, Kirche in eine gute Zukunft zu führen, meistern können.

Wenn die Kirchen den anstehenden Umbruch als gesellschaftlich relevante Ordnungsfigur überleben wollen, müssen sie ihre internen und externen Prozesse neu formatieren.

Freiraum schaffen ist mehr als Abschaffen

Die Fragen dabei sind vielfältig und komplex:

  • Wie muss sich unser Selbstverständnis verändern, wenn wir den Weg in die Zukunft offensiv-gestalterisch angehen wollen?
  • Wie können wir Menschen ansprechen, für die Kirche keinerlei Bedeutung besitzt?
  • Was können wir tun (wie unsere Angebote gestalten), wenn das Bisherige nicht mehr als Blaupause dient?
  • Wie organisieren wir uns jenseits des parochialen Einheitsparadigmas?
  • Wie kommen wir zu einer angemessenen Differenzierung und Miteinander der Rollen von Haupt- und Ehrenamt auf Augenhöhe?
  • Wie kann sich Führung verändern, damit sie den Anforderungen einer Kirche im Übergang gerecht wird?
  • Wie können wir maximale Partizipation und zugleich den Abschied vom Bisherigen und ein angemessenes Tempo bei Entscheidungen erreichen?
  • Wie muss sich die Kommunikation gestaltet werden, wenn …?
  • Wie können kirchliche Akteure, Formate und Einheiten unternehmerisch werden und im Blick auf ihre Ressourcen autonom werden?

Die Erfahrung zeigt, dass Reformansätze, die der Organisationslogik volkskirchlicher Verfasstheit folgen, die Situation eher verschärfen als verbessern. Die Herausforderung für die Kirchen aufgrund des gesellschaftlichen Wandels lässt sich programmatisch so zusammenfassen: Kirche ist als Organisation seit Jahrhunderten auf maximale Stabilität programmiert und muss in kürzester Zeit lernen, sich in einem dynamischen und volatilen Kontext zu bewegen, wenn sie weiter existieren und ihrem Auftrag gerecht werden will.
HD System

Tools

Diese Tools aus dem HD System unterstützen, zügig und zielorientiert Entscheidungen zur Abschaffung bzw. Reduzierung von Angeboten zu treffen. Die Erfahrungen mit solchen Tools sind durchweg positiv. Es zeigt sich, dass die zuvor als unlösbar erscheinende Aufgabe der Ressourceneinsparung machbar wird, weil sie in sinnvolle Schritte unterteilt wird, der Raum für Diskurs eröffnet wird und gemeinsam getragene Entscheidungen herbeigeführt werden.

SWOT-Board

Hilft Stärken und Schwächen, sowie zukünftige Chancen und Risiken zu analysieren und daraus Entwicklungsziele und -aufgaben bzw. Maßnahmen abzuleiten.

Nachfrageorientierte Portfolioanalyse

Bewertet Angebote anhand der Nachfrage und deren Änderung über die Zeit, um daraus Informationen für die Weiterentwicklung des Angebotsportfolios zu gewinnen.

OE-Board

Das Organisationsentwicklungsboard hilft dabei, die Organisationswirklichkeit im Gesamtzusammenhang zu analysieren, Ideen für deren Entwicklung zu generieren und hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit zu testen.

Kulturentwicklung

Hilft dabei, die Organisationskultur einer Organisation systematisch zu analysieren und Ideen für deren Weiterentwicklung zu generieren, diese hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit zu bewerten und ihre Umsetzung im Auge zu behalten.

Qualifizierungsboard

Das Qualifizierungsboard ist ein Tool zur systematischen Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung.

Kooperationsboard

Ein Instrument zur Planung und Zusammenarbeit im Sozialraum.

Kommunikationsboard

Dient in der Projektkommunikation dazu, stakeholderspezifische Kommunikation zielorientiert und systematisch zu planen und zu steuern.

Markensteuerrad

Das Markensteuerrad dient der Konzeption oder Beschreibung der Identität einer Marke.



Wann welches Tool zur Exnovation?

Den größten Gestaltungsspielraum für Verantwortliche von Teilbereichen der Organisation gibt das Clusterverfahren zur inversen Priorisierung. Da es in der Grundversion diskursiv angelegt ist, besteht eine höhere Anfälligkeit, sich in Diskussionen zu verstricken. Daher ist eine gut funktionierende Arbeitsbeziehung für dieses Verfahren unabdingbar.

Umgehen lässt sich das Risiko, wenn man auf die Verfahren zurückgreift, in denen die Entscheidung auf einer Skalierung beruht. Das einfachste Verfahren ist das Ratingverfahren. Da es die Zustimmung zur Frage fokussiert, was abgeschafft oder reduziert werden soll. Im Ergebnis kann das bedeuten: Man hat zwar diejenigen Objekte identifiziert, die mehrheitlich eine Zustimmung finden, aber aus dem Auge verloren, dass es dabei erhebliche Widerstände gegeben kann. Das Verfahren ist anwendbar, wenn es tendenziell eine hohe Übereinstimmung in der Frage des Freiraumschaffens gibt.

Ist das nicht der Fall, insbesondere dann, wenn Polarisierungen zu erwarten sind, bietet sich das Systemische Konsensieren an. Hier wird der Widerstand gegen die Abschaffung bzw. Reduktion eines Objektes gemessen.

Der Fokusfinder integriert mehr Informationen und ist daher etwas aufwändiger. Durch die Paarvergleiche wird die Entscheidung sehr valide. Auch dieses Verfahren lässt sich mit den beiden zuvor genannten kombinieren, um die Unterschiede wahrzunehmen und diskursiv auszuhandeln. Benutzt man alle drei Verfahren, ist das Ergebnis äußerst zuverlässig.

Die drei bisher genannten Skalierungsverfahren legen nicht die hinter der Wertung liegenden Kriterien der Gruppenmitglieder offen. Auch stellen sie nicht sicher, dass alles mit dem gleichen Kriterienset bewertet wird. Das “Cockpit Freiraum schaffen” sorgt im Unterschied dafür, dass jedes Objekt mit dem gleichen Kriterienset untersucht wird. Das Verfahren ist zwar am aufwändigsten, aber es integriert empirische Daten, sorgt für die Anwendung der gleichen Kriterien auf alle Objekte und plausibilisiert die Entscheidung der Kriterien. Voraussetzung ist, dass die Beteiligten den Kriterien folgen und ihre Plausibilität anerkennen können.

 

 

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Vielen Dank für Interesse am Whitepaper “9 Thesen zur nächsten Kirche”! Wir haben für Sie hier die Datei hinterlegt:

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und freuen uns, wenn Sie uns davon berichten: info@hahmann-dessoy.de.
Natürlich stehen wir Ihnen auch gerne unterstützend zur Verfügung. Wir führen Sie ein in die Nutzung der Tools oder beraten und begleiten Sie in Ihren Prozessen mit unserem Starterpaket Change oder auf Basis individueller Absprachen.

Herzliche Grüße
Ursula Hahmann & Dr. Valentin Dessoy